Manchmal glauben wir, wir müssten einfach mehr verdienen. Dabei sehnen wir uns oft nach etwas ganz anderem: nach Sicherheit, Leichtigkeit und dem Gefühl, dass wir unserem eigenen Umgang mit Geld vertrauen können.
Es gibt diese kleinen Momente im Alltag, die wahrscheinlich jede von uns kennt.
Du stehst an der Kasse und überlegst plötzlich, ob das neue Buch wirklich sein muss. Du öffnest deine Banking-App, obwohl du eigentlich genau weißt, was ungefähr auf deinem Konto ist. Du bekommst dein Gehalt überwiesen und bist erleichtert nur um wenige Tage später wieder dieses leise Gefühl zu haben, dass es irgendwie nicht reicht.
Dabei hat sich an deinen Zahlen vielleicht gar nichts verändert und genau das macht das Thema Geld manchmal so verwirrend.
Denn wenn Geld wirklich nur Mathematik wäre, müssten Menschen mit demselben Einkommen doch auch dieselbe Sicherheit empfinden. Tun sie aber nicht.
Die eine plant voller Vorfreude ihren nächsten Urlaub und investiert entspannt in ihre Zukunft. Die andere schläft trotz eines guten Gehalts schlecht, weil sie ständig Angst hat, dass etwas Unvorhergesehenes passieren könnte.
Als wir über unsere Podcastfolge gesprochen haben, wurde uns wieder bewusst, wie unterschiedlich unsere Geschichten mit Geld sind. Und wie selten wir darüber sprechen.
Dabei tragen wir sie jeden Tag mit uns herum. Vielleicht auch du.
Wenn wir uns mit Freundinnen treffen, erzählen wir von unserem Job, von den Kindern, von Beziehungen oder davon, was uns gerade beschäftigt.
Aber Geld? Das bleibt erstaunlich oft außen vor.
Nicht, weil es unwichtig wäre, sondern weil viele von uns gelernt haben, dass man darüber eben nicht spricht.
Vielleicht kennst du diesen Satz sogar noch aus deiner Kindheit. "Über Geld spricht man nicht."
Ein Satz, der so harmlos klingt und doch so viel mit uns macht. Denn wenn wir über Geld nicht sprechen, lernen wir auch nicht, gesund damit umzugehen.
Wir vergleichen uns, wir schämen uns. Wir glauben, wir wären die Einzigen, die manchmal Angst haben oder sich fragen, ob sie finanziell eigentlich alles richtig machen.
Dabei geht es fast jeder Frau irgendwann einmal so.
Nicht, weil sie unfähig wäre, sondern weil niemand ihr beigebracht hat, dass Geld nicht nur auf dem Konto stattfindet, sondern auch in unseren Gedanken.
Vielleicht hast du nie gelernt, wie sich finanzielle Sicherheit eigentlich anfühlt.
Das klingt im ersten Moment seltsam, aber denk einmal zurück.
Wie wurde bei euch zuhause über Geld gesprochen?
Vielleicht wurde jeder Einkauf genau abgewogen.
Vielleicht war am Monatsende immer Anspannung zu spüren.
Vielleicht hast du deine Eltern nie über ihre Finanzen reden hören.
Oder vielleicht gab es genug Geld – aber trotzdem ständig Sorgen.
Kinder verstehen keine Kontoauszüge, Kinder verstehen Gefühle. Sie merken, wenn Mama nervös wird, sobald eine Rechnung im Briefkasten liegt.
Sie merken, wenn Papa sagt: "Das können wir uns nicht leisten."
Sie merken, wenn Geld immer mit Stress verbunden ist und irgendwann wird daraus eine Wahrheit.
Nicht, weil sie stimmt, sondern weil wir sie jahrelang erlebt haben. Viele dieser Überzeugungen begleiten uns bis heute. Oft so unauffällig, dass wir gar nicht merken, wie sehr sie unsere Entscheidungen beeinflussen.
Manchmal glauben wir, wir treffen vernünftige Entscheidungen. Dabei treffen unsere Glaubenssätze sie für uns.
Vielleicht kennst du diese Situation. Du möchtest eine Weiterbildung buchen.
Eigentlich weißt du, dass sie dir guttun würde. Du hast das Geld sogar gespart und trotzdem meldet sich sofort eine Stimme.
"Ist das nicht zu teuer?"
"Was, wenn es sich nicht lohnt?"
"Vielleicht sollte ich lieber warten."
Natürlich darf man größere Ausgaben gut überlegen, aber manchmal geht es gar nicht um die Weiterbildung, sondern um das Gefühl dahinter.
Um die Angst, Geld für sich selbst auszugeben, um das schlechte Gewissen, um die Überzeugung, dass andere wichtiger sind als wir selbst und genau deshalb sprechen wir bei UNIQMYND so oft darüber, dass Persönlichkeitsentwicklung und finanzielle Entwicklung sich nicht voneinander trennen lassen.
Denn unser Konto verändert sich häufig erst dann nachhaltig, wenn sich unsere Gedanken verändern.
Geld ist oft ein Spiegel.
Nicht für unseren Wert, aber für unsere Überzeugungen.
Wenn wir glauben, nie genug zu sein, fühlen sich oft auch 3.000 Euro auf dem Konto nicht genug an.
Wenn wir überzeugt sind, dass Geld sofort wieder verschwindet, finden wir meistens Beweise dafür und wenn wir glauben, dass wir finanzielle Themen sowieso nie verstehen werden, vermeiden wir sie lieber ganz.
Das Verrückte daran ist:
Diese Gedanken fühlen sich unglaublich wahr an, obwohl sie häufig gar keine Tatsachen sind.
Sie sind Geschichten, Geschichten, die wir irgendwann übernommen haben.
Vielleicht von unseren Eltern, vielleicht aus unserem Umfeld, vielleicht aus Erfahrungen, die längst vorbei sind und genau deshalb dürfen wir sie auch wieder verändern.
Eine Frage, die wir uns selbst immer wieder stellen
Im Podcast haben wir darüber gesprochen, wie unterschiedlich Menschen Geld erleben. Seitdem stellen wir uns selbst immer wieder dieselbe Frage:
Handle ich gerade aus Vertrauen oder aus Angst?
Das ist eine einfache Frage und gleichzeitig verändert sie unglaublich viel. Denn plötzlich geht es nicht mehr darum, ob etwas teuer oder günstig ist, sondern darum, warum wir eine Entscheidung treffen.
Kaufe ich das aus Freude oder kompensiere ich gerade etwas?
Spare ich bewusst oder aus Angst, irgendwann nicht mehr genug zu haben?
Investiere ich in mich oder glaube ich tief in mir, dass ich das gar nicht wert bin?
Je ehrlicher wir darauf antworten, desto besser lernen wir uns selbst kennen.
Vielleicht beginnt finanzielle Freiheit viel früher, als wir denken.
Viele Menschen verbinden finanzielle Freiheit mit einer bestimmten Summe auf dem Konto.
100.000 Euro.
Eine schuldenfreie Immobilie.
Ein passives Einkommen.
Natürlich können all diese Dinge Sicherheit geben.
Aber sie ersetzen kein Vertrauen.
Denn wer ständig Angst hat, wird auch mit mehr Geld oft neue Gründe finden, sich Sorgen zu machen.
Finanzielle Freiheit beginnt deshalb häufig an einem ganz anderen Ort. In dem Moment, in dem wir aufhören, Geld ausschließlich als Bedrohung zu sehen.
In dem Moment, in dem wir uns erlauben zu lernen. Fragen zu stellen, Fehler zu machen und Verantwortung zu übernehmen.
Nicht perfekt, sondern Schritt für Schritt.
Vielleicht möchtest du heute einmal nicht auf dein Konto schauen.
Sondern auf deine Gedanken.
Welche Sätze tauchen auf, wenn du an Geld denkst?
Welche Gefühle kommen sofort hoch?
Und vor allem: Sind das wirklich deine eigenen?
Oder trägst du vielleicht Überzeugungen mit dir herum, die einmal jemand anderem gehört haben?
Nimm dir heute zehn Minuten Zeit.
Schreib alles auf. Ohne es zu bewerten. Nur beobachten.
Du wirst überrascht sein, wie viel Klarheit allein dadurch entsteht.
Hör dir jetzt die passende Podcastfolge an
In unserer Podcastfolge sprechen wir – Jessica und Alisa – noch persönlicher über unsere Erfahrungen mit Geld, darüber, welche Glaubenssätze uns geprägt haben und warum finanzielle Entwicklung für uns immer auch Persönlichkeitsentwicklung bedeutet.
Vielleicht hörst du beim Zuhören den einen oder anderen Satz, bei dem du innerlich nickst und denkst:
"Genau so fühlt es sich bei mir auch an."
Hier direkt in Podcast reinhören:
Unser Gedanke zum Schluss
Vielleicht wirst du nach diesem Artikel nicht sofort anders mit Geld umgehen.
Vielleicht wirst du morgen trotzdem noch kurz zögern, bevor du auf „Jetzt kaufen“ klickst. Vielleicht wirst du dich immer noch fragen, ob du dir etwas wirklich erlauben darfst.
Und weißt du was? Das ist völlig in Ordnung.
Es geht nicht darum, von heute auf morgen ein komplett neues Money Mindset zu haben. Es geht darum, dich selbst ein bisschen besser zu verstehen als gestern.
Denn genau dort beginnt Veränderung, nicht bei einem höheren Gehalt, nicht bei einem perfekt geführten Haushaltsbuch, sondern in dem Moment, in dem du erkennst:
Ich bin meiner Geldgeschichte nicht ausgeliefert.
Ich darf sie neu schreiben und vielleicht beginnt genau heute das erste Kapitel davon.
Wenn du dich noch intensiver mit deiner Beziehung zu Geld beschäftigen möchtest, findest du unsere Journals, Bücher und weiteren Begleiter nicht nur in unserem Shop auf www.uniqmynd.de, sondern auch ganz bequem bei Amazon. Schau dich gerne um und finde den Impuls, der dich auf deinem persönlichen Weg begleitet.






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